Nach Corona: Außenwerbung wächst, TV schrumpft

Die Coronakrise wird im deutschen Werbemarkt auch langfristig ihre Spuren hinterlassen: Wie die aktuelle Prognose “German Entertainment & Media Outlook 2020-2024” von PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab, werden die Netto-Werbeerlöse der deutschen Medien in diesem Jahr um 13,8 Prozent sinken, die der nicht-digitalen Medien sogar um 21 Prozent. Und die Zukunftsaussichten sind nicht gerade rosig: Bis 2024 sollen die deutschen Medien jährlich nur um 0,7 Prozent zulegen können.

Mit Blick auf die einzelnen Medien stellt der Bericht vor allem TV als aktuellen und auch künftigen Verlierer heraus: Für den Zeitraum von 2019 bis 2024 sagt PwC TV einen durchschnittlichen jährlichen Erlösrückgang
von 0,8 Prozent auf dann 4,5 Milliarden Euro voraus. Die Zukunft von Out of Home sehen die PwC-Experten dagegen optimistischer: Nach dem großen Einbruch im Corona-Jahr sollen die Werbeerlöse in den kommenden Jahren im Schnitt um 2,9 Prozent pro Jahr zulegen. 2024 hätte der Außenwerbemarkt in Deutschland damit ein Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro.

Kommentar des DMI: Anders als die anderen Medien befindet sich Digital Out of Home (DOOH) seit dem Sommer wieder auf dem Erfolgspfad. Im 3. Quartal 2020 legte die DOOH-Branche laut Nielsen bei den Bruttowerbeumsätzen um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Und der positive Trend setzt sich offenbar fort: Auch im Oktober erzielte DOOH im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 4,4 Prozent.

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