Auch das noch: Google unterstützt Anti-Klima-Lobbyisten

coal-power-plantGoogle wurden in der Vergangenheit schon viele schlimme Sachen zur Last gelegt: Von monopolartigem Verhalten über mangelnden Datenschutz bis zu Problemen mit der Transparenz und Brand Safety bei Onlinewerbung.

 

Neu ist, dass Google auch Klimaskeptikern viel Geld bezahlt wie der Independent berichtet. Dabei geht es nicht um irgendwelche Privatpersonen, sondern Lobbyvereine wie das Competitive Enterprise Institute und die American Conservative Union. Diese Gruppen haben sich aktiv gegen die Klimagesetzgebung eingesetzt – im Gegensatz zu Googles öffentlichem Versprechen, dringend gegen die Klimakrise vorzugehen.

 

Eine Erklärung im Transparenzbereich der Website von Google distanziert sich von der Agenda der Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeitet oder an die sie finanzielle Unterstützung leistet.
“Googles Sponsoring oder die Zusammenarbeit mit einer Drittorganisation bedeutet nicht, dass wir die gesamte Agenda der Organisation, ihre Veranstaltungen oder Lobbypositionen oder die Ansichten ihrer Führungskräfte oder Mitglieder unterstützen”, heißt es darin.

 

Auch wenn der Konzern weiterhin solche Drittorganisationen unterstützt, die Belegschaft hat sich andere Ziele gesetzt. Im September schlossen sich Google Mitarbeiter mit Mitarbeitern anderer Technologieunternehmen in einem Massenstreik zusammen, um den globalen Klimastreik zu unterstützen.

 

In einem Blog-Post hob die ‘Google Workers for Action on Climate Group’ einige der Deals und Finanzierungen hervor, an denen das Unternehmen beteiligt war, die seiner öffentlichen Haltung zum Klimawandel jedoch widersprechen.

 

Vor dem Streik kündigte Google noch “den größten Unternehmenskauf erneuerbarer Energien in der Geschichte” an, der 18 neue Energieabkommen beinhaltete, die das Portfolio der Wind- und Solarverträge um 40 Prozent erweitern wird.

 
Die Arbeitnehmergruppe hofft nun, dass Google darüber hinausgehen wird, indem alle Verträge mit Unternehmen für fossile Brennstoffe beendet und die Finanzierung von klimaleugnenden Gruppen, Lobbyisten und Politikern eingestellt werden.

 

https://www.independent.co.uk/